Testbericht: Fujifilm X-T2, erste Erfahrungen mit der neuen Mirrorless Kamera

Als Fotograf SBF bin ich seit März 2016 hauptsächlich mit Fujifilm Kameras und Objektiven unterwegs. In diesem Erfahrungsbericht soll es jedoch nicht um die technischen Spezifikationen der Fujifilm X-T2 und Fujifilm X-Pro2 Mirrorless Kameras gehen, diese kann man auf der Website von Fujifilm nachlesen.

Link: Technische Spezifikationen der beiden Flaggschiffe Fujifilm X-T2 und Fujifilm X-Pro2

Die neue Fujifilm X-T2 Mirrorless Kamera (Bild: fujifilm.com)

Die neue Fujifilm X-T2 Mirrorless Kamera (Bild: fujifilm.com)

Vielmehr möchte ich hier von meinen persönlichen Erfahrungen berichten, wie sich die Kameras in der Praxis eines Berufsfotografen schlagen. Im echten Leben sozusagen. Kann man damit Aufträge für Kunden erledigen? Hier gleich vorneweg: Man kann. Die Gründe:

Objektive

Die Objektive von Fujifilm sind optisch hervorragend und stehen DSLR-Objektiven in nichts nach, soviel ist längst bekannt. Mittlerweile ist auch die Objektivpalette sehr breit, d.h. was es von Canon oder Nikon gibt, ist meist auch von Fujifilm erhältlich. Mit ein paar wenigen Ausnahmen wie Spezialobjektive für z.B. Interior- oder Architekturfotografie (Tilt-Shift-Objektive) oder Sport (Super-Telephoto-Objektive). Gut möglich, dass Fujifilm auch diese Lücken noch schliessen wird. Wer v.a. mit den Klassikern wie Standard- und Telezoom (24-70mm/2.8 und 70-200mm/2.8)  oder lichtstarken Festbrennweiten (z.B. 85mm/1.2 oder 24mm/1.4)  fotografiert, wird bei Fujifilm problemlos fündig.

Link: Übersicht Fujifilm Objektivpalette

Auch eine öffentlich publizierte Fujifilm Lens Roadmap gibt es, wo man sich über die kommenden Objektive informieren kann:

Fujifilm Lens Roadmap. Stand Juli 2016 (Bild: fujifilm.com)

Fujifilm Lens Roadmap. Stand Juli 2016 (Bild: fujifilm.com)

Oft wird von mirrorless Fotografen hervorgehoben, dass die Ausrüstung viel leichter sei als bei einer DSLR. Dies stimmt zwar, doch muss man hier etwas differenzieren. Kauft man hochlichtstarke Zooms mit einer Lichtstärke von 1:2.8 dann haben diese ebenfalls ein schönes Gewicht. Eine bestimmte Sensorgrösse (bei Fujifilm APS-C) bedingt einen bestimmten Objektivdurchmesser für hohe Lichtstärke. Und Glas hat nun mal Gewicht, daran kann auch mirrorless nichts ändern. Beim 24-70mm/2.8 habe ich 150 g Unterschied von Fujifilm zu Canon gewogen und nur ca. 1.5 cm kürzer. Nicht so viel wie erwartet vielleicht, aber zusammen mit der Gewichtsersparnis der Kamera kommt dann doch ein spürbarer Unterschied zu einer DSLR-Ausrüstung zusammen. Reisen ins Ausland sind damit nach meinen ersten Erfahrungen (Amsterdam, London) wesentlich entspannter als früher mit der DSLR-Ausrüstung. Der Fotokoffer ist nur noch halb so gross wie früher (Think Tank Airport Navigator statt Think Tank Airport International) und damit deutlich leichter. Als ich früher noch mit einer DSLR-Ausrüstung gereist bin, war der Fotokoffer als Handgepäck 15-18 kg schwer (8 kg erlaubt). Mit der Fujifilm-Ausrüstung bin ich nun mit ca. 10-11 kg unterwegs. Was dazu führt, dass man am Flughafen kaum noch “behelligt” wird.

Klein (60 mm Durchmesser), leicht (170 g) und wetterfest: Fujinon XF35mmF2 R WR (Bild: fujifilm.com)

Klein (60 mm Durchmesser), leicht (170 g) und wetterfest: Fujinon XF35mmF2 R WR (Bild: fujifilm.com)

Wenn man auf die neuen “Spezialobjektive” von Fujifilm mit etwas geringerer Lichtstärke von 1:2.0 setzt (XF35mmF2 und XF23mmF2 (also 35mm und 50mm Kleinbild-äquivalent), dann wird der Gewichtsunterschied deutlich mehr. Und dies ohne dass man dabei Abstriche in Bildqualität oder Verarbeitung machen muss. Man büsst einzig etwas Lichtstärke und damit ein wenig Bokeh ein. Für meine Arbeit ist dies jedoch weniger entscheidend als das Gewicht.

Sensor

Im Gegensatz zu den meisten anderen Kamera-Herstellern verfolgt Fujifilm hier eine etwas andere Strategie. Nicht jedes Kameramodell kommt mit einem eigenen und immer anderen Sensor daher. Grundsätzlich verwenden alle Fujifilm System-Kameras denselben Sensor. Wobei Fujifilm momentan noch Kameras mit dem “alten” 16 Megapixel Sensor, als auch mit dem neuen 24 Megapixel Sensor im Programm hat. Man entscheidet sich bei Fujifilm als Fotograf beim Kauf also nicht für ein bestimmte Auflösung oder Bildqualität (Sensor), sondern für eine bestimmte Kamera. Welche sich durch Preis, Features, Formfaktor und/oder “Professionalität” (Staub- und Spritzwasserschutz, zwei Kartenslots u.a.) auszeichnen.

Der 24 Megapixel X-Trans III Sensor im APS-C Format, ohne Antialiasing-Filter (Bild: fujifilm.ch)

Der 24 Megapixel X-Trans III Sensor im APS-C Format, ohne Antialiasing-Filter (Bild: fujifilm.ch)

Für meine Arbeit interessiert mich v.a. die High ISO Performance des Sensors, also wie gut die Bildqualität bei sehr wenig Licht ist. Kommend von der Canon 5D Mark III war ich daran gewöhnt, dass ich je nach Auftrag auch mal mit ISO 10’000 oder in Notfällen sogar ISO 20’000 fotografieren muss, weil z.B. der Kunde den Einsatz eines Blitzes untersagte. Der frühere 16 Megapixel Sensor von Fujifilm konnte da leider nicht ganz mithalten und hat mir deshalb einen früheren Umstieg von Canon auf Fujifilm verunmöglicht. Mit dem neuen 24 Megapixel Sensor ist das nun aber kein Problem mehr und ich fotografiere ohne zu zögern auch mal mit ISO 12’800. Etwas Bildrauschen hat mich noch nie gestört. Lieber ein Bild, das etwas rauscht, als gar kein Bild, ist seit je meine Devise.

Wie gesagt verwenden also die gerade lancierte Fujifilm X-T2 und die im Frühling auf den Markt gekommene Fujifilm X-Pro2 denselben Sensor. Es ist also auch dieselbe Bildqualität zu erwarten. Weshalb entscheidet man sich nun für die eine oder andere Kamera?

Testbericht Fujifilm X-T2 Erfahrungen eines Berufsfotografen

Fujifilm X-T2 mit XF35mmF2 (50mm Kleinbild-äquivalent). ISO 200, 1/1700s, f/5.6. Acros+R Film Simulation (JPEG)

Formfaktor und Bedienung

Die Entscheidung zwischen der Fujifilm X-T2 und Fujifilm X-Pro2 wird man hauptsächlich aufgrund des Formfaktors oder des Handlings treffen. Welche Kamera “mag” ich mehr? Lieber DSLR-Style oder lieber Sucherkamera-Style? Welche Kamera liegt besser in der Hand? Welches Tastenlayout funktioniert besser für meine Art zu fotografieren?

Das analoge Bedienkonzept prägt auch das Erscheinungsbild der Fujifilm X-T2 (Bild: fujifilm.ch)

Das analoge Bedienkonzept prägt auch das Erscheinungsbild der Fujifilm X-T2 (Bild: fujifilm.ch)

Grösse und Gewicht (ca. 500 g) der beiden Kameras sind praktisch identisch. Die X-Pro2 wirkt leicht wertiger und besser verarbeitet als die Fujifilm X-T2 und auch die Tasten fühlen sich etwas besser an (grössere Tasten und deutlicherer Druckpunkt). Jedoch liegen die Tasten an der Fujifilm X-T2 für meine Hände und meine Arbeitsweise besser platziert als an der X-Pro2. So lässt sich z.B. das von Profi-Fotografen oft verwendete Back Button Focus Konzept (die Trennung der Scharfeinstellung/des Autofokus von der Belichtungsmessung/dem Auslöser) mit der X-Pro2 weniger optimal realisieren als mit der Fujifilm X-T2. Ein für mich sehr wichtiges Kriterium.

Ebenfalls bevorzuge ich das ISO-Einstellrad der Fujifilm X-T2 gegenüber dem Retro-Einstellrad der X-Pro2. In der Praxis hat sich letzteres als langsam und “hackelig” erwiesen.

Links das ISO-Einstellrad mit zentralem Lock-Knopf (Bild: fujifilm.ch)

Links das ISO-Einstellrad mit zentralem Lock-Knopf (Bild: fujifilm.ch)

Daneben unterscheidet die beiden Kameras natürlich auch das Sucherkonzept. Die X-Pro2 kommt mit einem Hybrid-Sucher daher, verfügt über einen Optischen Sucher (OVF) und einen Elektronischen Sucher (EVF). Die Fujifilm X-T2 dagegen hat nur einen Elektronischen Sucher. Da ich den Optischen Sucher der X-Pro2 nie benutzt habe, spielt für mich dieser Unterschied keine Rolle. Das Sucherokular der Fujifilm X-T2 ist auch etwas besser gegen seitlichen Lichteinfall geschützt als bei der X-Pro2. Mit dem für die X-T2 optional erhältlichen Long Eye Cup EC-XT L lässt sich dieser Effekt sogar noch verbessern.

Das Standard-Sucherokular der Fujifilm X-T2 (Bild: fujifilm.ch)

Sucherokular mit Standard-Augenmuschel der Fujifilm X-T2 (Bild: fujifilm.ch)

Für meine Arbeit ist das Schwenkdisplay der Fujifilm X-T2 nicht unverzichtbar. Wer darauf angewiesen ist, wird die X-T2 sicherlich der X-Pro2 vorziehen. Elegant gelöst ist der dritte Schwenkwinkel für Hochformat-Aufnahmen. Allerdings funktioniert dieser nur in eine Richtung.

Das neue, in drei Richtungen schwenkbare Display der Fujifilm X-T2 (Bild: fujifilm.com)

Das in drei Richtungen schwenkbare Display der Fujifilm X-T2 (Bild: fujifilm.com)

Die Fujifilm X-T2 liegt auch ohne zusätzlichen Hand- oder Batteriegriff sehr gut in der Hand. In der Tat ist es die erste Kamera von Fujifilm, welche ich ohne zusätzlichen Handgriff verwende. Sowohl bei der Fujifilm X100T, als auch bei der X-Pro2 hatte ich für besseren “grip” immer den (optionalen) Handgriff montiert. Hier scheint mir dies nicht nötig zu sein.

Eine weitere Verbesserung hat Fujifilm bei den Dual SD-Card Slots realisiert. Diese sind bei der Fujifilm X-T2 nun leicht gegeneinander verschoben, so dass die Karten besser aus der Kamera entnommen werden können als bei der X-Pro2. Im Gegensatz zur X-Pro2 unterstützen bei der X-T2 beide Slots den schnellen UHS-II Standard. Die Dual Card Slots unterstreichen damit den professionellen Anspruch der Fujifilm X-T2 und X-Pro2 Kameras. Genauso wie das Weather Sealing, die Abdichtung gegen Spritzwasser und Staub. Die Objektive mit dem Zusatz ‘WR’ (weather resistant) sind ebenfalls abgedichtet. Diese professionellen Merkmale sind bisher v.a. aus der DSLR-Welt bekannt und halten nun auch in Mirrorless-Systemen Einzug.

Die Dual SD-Card Slots (UHS-II) mit verbesserter Anordnung (Bild: fujifilm.com)

Die Dual SD-Card Slots (UHS-II) mit verbesserter Anordnung (Bild: fujifilm.com)

Beide Kameras verwenden dieselben Akkus (NP-W126 bzw. NP-W126S) und der Batterieverbrauch ist nach meiner bisherigen Erfahrung ebenfalls vergleichbar. Es gilt also weiterhin: Immer genügend Ersatzakkus dabei haben! Der elektronische Sucher einer Mirrorless Kamera benötigt einfach viel mehr Saft als eine DSLR mit optischem Sucher. Man gewöhnt sich jedoch schnell daran und empfindet dies nicht als Nachteil, der einen bei der Arbeit beeinträchtigt.

Der neue Fujifilm Akku NP-W126S. Gleiche Kapazität, aber bessere Wärmeableitung bei 4K Videoaufnahmen.

Der neue Fujifilm Akku NP-W126S. Gleiche Kapazität, aber bessere Wärmeableitung bei 4K Videoaufnahmen.

Autofokus

Immer wieder wird nach der Leistung des Autofokus gefragt. Kurz: Für meine Anwendungen reicht er absolut. Zugegeben, ich bin nicht Tier- oder Sportfotograf. Diese haben mit gutem Grund höhere Anforderungen als ich. Man kann aber mit Sicherheit sagen, dass Fujifilm eine riesige Entwicklung mit dem Autofokus hinter sich hat in den letzten Jahren. Mittlerweile ist der Autofokus auf einem sehr hohen Niveau angelangt. Aber die Entwicklung im Bereich DSLR ist in dieser Zeit natürlich auch nicht stehen geblieben. Ich denke, dass es auch in den nächsten Jahren einen – immer kleiner werdenden – Leistungsunterschied des Autofokus von mirrorless zu DSLR geben wird.

Wenn ich mich an den Autofokus der Canon EOS 5D oder auch der Canon EOS 5D Mark II zurückerinnere (9 AF Points), dann war der alles andere als perfekt. Trotzdem haben wir damit fotografieren und hervorragende Bilder schaffen können. Man hat sich damit arrangiert und gelernt, wie man damit arbeiten kann. Nach meiner Erfahrung funktioniert der Autofokus der Fujifilm X-Pro2 bei sehr wenig Licht gefühlt sogar besser als der Autofokus der Canon EOS 5D Mark III. Und der Autofokus der X-T2 soll nochmals deutlich verbessert worden sein gegenüber der X-Pro2 (Anmerkung: Die X-Pro2 wird den neuen AF-Algorithmus der X-T2 per Firmware-Update nachgerüstet bekommen).

Tethering

Es gibt ein paar wenige Gründe weshalb ich (zur Zeit) weiterhin eine DSLR (Canon EOS 5DS) in meinem Arsenal behalten habe. Abgesehen von der immensen Auflösung von 50 Megapixeln ist die Möglichkeit des Tethering je nach Aufgabe sehr praktisch oder sogar unbedingt nötig (z.B. beim Fotografieren mit Layoutvorlagen). Bei der Fujifilm X-T2 soll dies demnächst per Firmware-Update nachgerüstet werden. Auch wireless tethering und live view sollen dann möglich werden. Wie stabil dies funktionieren wird, muss sich noch zeigen. Die Fujifilm X-Pro2 dagegen wird wohl nie tethern können. Leider.

Auch Tilt-Shift-Objektive sind von Fujifilm momentan keine erhältlich und der gerade für Architektur- und Interior-Fotografie sehr beliebte CamRanger ist nicht kompatibel mit Fujifilm-Kameras. Ich hoffe, dass diese Lücken bald geschlossen werden und ich dann ganz auf meine DSLR verzichten kann.

Abgesehen davon konnte ich bisher alle Aufträge problemlos mit Fujifilm erledigen. Im einen oder anderen Anwendungsfall kann man davon ausgehen, dass man mit einer DSLR schneller und effizienter “vorwärts” kommt. Denn die analogen Knöpfe, das “Markenzeichen” von Fujifilm Kameras, können dazu führen, dass die Kamera etwas langsamer zu bedienen ist. Auch ist eine Speicherung der kompletten Aufnahmeeinstellungen wie Blende, Verschlusszeit, ISO und Weissabgleich nicht möglich, so wie das bei der Canon 5D Mark III auf der Position C1, C2 und C3 des linken Drehknopfes möglich ist.

Blitzsystem

Darüber findet man haufenweise Tipps und Tricks im Internet. Fujifilm kommt demnächst mit einem neuen eigenen Blitz auf den Markt, dem Fujifilm EF-X500. Sieht toll aus, hat nur einen kleinen Haken: Er ist ‘optically triggered’. Was für mich ein deal breaker ist. Über Jahrzehnte haben wir uns bei der Auslösung von Systemblitzgeräten mit Sichtverbindung rumschlagen müssen. 2016 ist Funkauslösung (Radio) der allgemeine Standard. Need to have, nicht nice to have.

[UPDATE 19.09.2016] Der Release des Fujifilm EF-X500 wurde früher bereits von Mai 2016 auf Sommer 2016 und nun auf November 2016 verschoben.

Das neue Systemblitzgerät EF-X500 mit Leitzahl 50 und 24-105mm Zoom (Bild: fujifilm.ch)

Das neue Systemblitzgerät EF-X500 mit Leitzahl 50 und 24-105mm Zoom (Bild: fujifilm.ch)

Wenn man bereits drei Systemblitzgeräte im Arsenal hat (Canon), ist es nicht ganz günstig diese alle zu ersetzen. Ich habe deshalb ausgetestet, was mit Fujifilm (Kameras) und Canon (Blitze) möglich ist. Das Canon Speedlite 600EX-RT funktioniert tatsächlich auch ohne irgendwelche Hardware-Modifikationen wunderbar im Blitzschuh der Fujifilm X-Pro2. Ich hatte noch keine Probleme damit, auch das befürchtete Überhitzen der Kamera ist nie aufgetreten. Dass der Blitz dabei nur im Manual Mode funktioniert, ist für mich kein Nachteil. Ich blitze schon seit Jahren nicht mehr mit TTL.

Will man Off-Camera Flash mit der Fujifilm X-T2 oder X-Pro2 verwenden, dann geht dies mit dem Yongnuo YN-E3-RT als Sender auf der Kamera. Den Yongnuo muss man dazu in den sog. ‘Legacy Mode’ schalten. Auch hier kein TTL, nur Manual. Der Yongnuo ist sicher nicht so robust und zuverlässig wie sein Vorbild, der Canon ST-E3-RT. Aber dafür ist er so günstig, dass man sich zur Absicherung einfach zwei davon kauft. Seine Firmware wird dazu regelmässig aktualisiert. Allerdings sollte man dazu Freunde mit einem Windows-Computer haben (Danke, Daniel Däppen!). Eine Firmware-Aktualisierungs-Software für Mac sucht man leider vergebens.

Mit der Fujifilm X-T2 habe ich noch zu wenig Langzeiterfahrungen mit Blitzen, erste Tests zeigen jedoch, dass alles offenbar genauso gut funktioniert wie mit der Fujifilm X-Pro2.

Gerüchten zufolge will Profoto nächstes Jahr (2017) neben Canon und Nikon auch Fujifilm Kameras mit ihren beliebten mobilen Studioblitzen B1 und B2 unterstützen. Falls dies tatsächlich wahr wird, wäre auch die Lücke im Bereich Studioblitz und TTL bzw. High Speed Sync (HSS) geschlossen.

[UPDATE 19.09.2016] An der Photokina 2016 hat der bekannte deutsche Blitz-Hersteller Metz einen Blitz vorgestellt, der in verschiedenen Versionen für diverse Kamerahersteller auf den Markt kommt. So unterstützt der neue Metz mecablitz M400 auch Fujifilm mit TTL und Kurzzeit-Synchronisation (HSS bzw. FP). Allerdings ist die Fujifilm-Version des M400 das einzige Modell, welches keine Remote-Auslösung bietet. Ob dies später durch Fujifilm oder Metz per Firmware-Update nachgerüstet wird, ist nicht bekannt. [UPDATE 20.09.2016] Laut Auskunft des technischen Kundendienstes von Metz soll die Remote-Auslösung für Fujifilm später per Firmware-Update nachgerüstet werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei dies nicht möglich, da Fujifilm bislang über keine Geräte (Kameras oder Blitze) für ein drahtloses Remote-System verfüge. Wir werden also auf den Release des Fujifilm EF-X500 warten müssen, bis auch der Metz mecablitz M400 mit Remote-Auslösung nachgerüstet werden kann.

[UPDATE 24.09.2016] Laut Auskunft Metz benötigt der M400 zur Remote-Auslösung Sichtverbindung und die Distanz soll “genügend in Innenräumen” sein. Der M400 ist also genau gleich wie der Fujifilm EF-X500 nur “optically triggered” und hat kein Funk (Radio, wifi, WLAN o.a.) eingebaut. Somit bleibt für mich weiterhin die Kombination von Canon 600EX-RT Blitzen und Yongnuo YN-E3-RT Sender die beste Möglichkeit mit Fujifilm off-camera zu blitzen, weil dieses Setup auf Funk basiert und somit keine Sichtverbindung benötigt.

Sonstiges

Heute ist mir in Adobe Lightroom CC aufgefallen, dass Lightroom die Seriennummer der Fujifilm X-T2 auslesen kann, was bei der X-Pro2 leider nicht möglich ist. Ich weiss nicht, ob dies ein Fujifilm oder ein Adobe Problem ist, aber es ist jedenfalls für meinen Workflow eine willkommene Erleichterung. Denn wenn man mit zwei identischen Kameras fotografiert, kann man beim Umbenennen in Lightroom die Seriennummer in den Dateinamen einfügen und hat dadurch die Garantie, dass es bei den Dateinamen der beiden Kameras keine Duplikate geben kann. Zu begrüssen wäre, wenn man im in der Kamera personalisierbaren Dateinamen neben Buchstaben und Zahlen auch _ und – verwenden könnte.

Fazit

Fujifilm hat mit der neuen Fujifilm X-T2 einen weiteren grossen Sprung nach vorne gemacht. Verbesserungspotenzial gibt es immer. Aber auch Canon hat drei Versionen ihrer hochgelobten EOS 5D gebraucht bis die Kamera insgesamt auf einem sehr guten Level angekommen war. In den letzten Jahren ist Fujifilm schon sehr weit gekommen. Ich freue mich auf die weiteren Entwicklungen in der Zukunft.

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DISCLAIMER: Seit 2015 bin ich offizieller Fuji X-Photographer, also Marken-Botschafter von Fujifilm. Dieser Blogpost stellt jedoch meine persönliche Meinung dar und ist nicht von Fujifilm gesponsert. Entgegen einer weitverbreiteten Meinung muss auch ich mein Equipment kaufen und dafür bezahlen :-)

Neuer Kurs: Entdecke das Potenzial von Adobe Lightroom mobile im Workflow für Fotografen

Adobe Lightroom mobile bietet in seiner neusten Version grossartige Möglichkeiten für den professionellen Fotografen seinen Workflow unterwegs nahtlos in den Workflow im Studio zu integrieren. In meinem neuen Kurs erfahrt Ihr alles Wissenswerte darüber:

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Ich freue mich auf zahlreiche TeilnehmerInnen!

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Vergangene Kurse:

Viele Fotografen arbeiten mit einem Workflow und Backup-Konzept, das sie vor Jahren erstellt und nie mehr überprüft haben. Einsteiger in die Fotografie fragen sich wie sie ihre Daten organisieren und sichern sollen. Lernen Sie in diesem praxisnahen Kurs die Grundlagen einer Workflow- und Backup-Strategie mit der Sie sicher und effizient arbeiten und sich vor Datenverlust schützen.

Kurs für Fotografen in Bern

Workflow- und Backup-Strategie – Sicheres und effizientes Arbeiten für Fotografen

Kursziel
Sie verstehen die Grundlagen einer professionellen Workflow- und Backup-Strategie und können diese in Ihrem eigenen Umfeld umsetzen.

Inhalt
Dieser praxisbezogene Kurs richtet sich an Fotografen, die ihre Bilder effizienter organisieren, mit professionellen Backups schützen und sicher archivieren wollen. Ideal z.B. für Event-, Sport- und Hochzeitsfotografen, die grosse Datenmengen in kurzer Zeit verarbeiten müssen und Studio-Fotografen, die auf langfristige Datensicherheit Wert legen.

Vorausgesetzt werden grundlegendes Verständnis von Computer und Kamera. Erfahrungen mit Adobe Lightroom sind von Vorteil. Der eigene Computer kann mitgebracht werden, ist aber nicht Bedingung.

Themen
– Übersicht aktuelle Hardware/Software
– Datenstrukturierung
– Workflow überprüfen. Flaschenhals, Sicherheitslücken und Fehlerquellen identifizieren
– Grundlagen einer Backup-Strategie
– Archivieren und Archivpflege
– Datenverifizierung und Datenkorruption
– DNG vs. RAW
– Praktische Tipps

Ort
Bern (Gehdistanz zum Bahnhof)

Termin
Mittwoch, 27. April 2016, 18:00 – 21:30 Uhr

Kursleitung
Daniel Zihlmann
Fotograf SBF, Kursleiter Light + Byte und offizieller Fuji X-Photographer
http://www.danielzihlmann.com/

Teilnehmerzahl
Der Kurs wird ab 4 Teilnehmern durchgeführt (max. 8 Teilnehmer)

Kosten
CHF 195.- (zahlbar am Kurstag)

Anmeldung und Fragen
Per Email an kurs@danielzihlmann.com

Legendary Portrait Photographer Mary Ellen Mark dies at 75

My way into wedding photography was led by my interest in documentary photography and photojournalism. I have never seen wedding photography than anything else. It’s just a niche in social documentary photography.

When I grew up as a teenager I spent a lot of time in libraries, but more often you would find me in book stores in the art department, standing in front of the shelves filled with the most amazing photography books. In the time before the internet and millions of resources available, that’s where I studied the work of Magnum, René Burri, Robert Frank, Annie Leibovitz, Mark Seliger, Anton Corbijn and also: Mary Ellen Mark.

Mary Ellen Mark

Copyright: MaryEllenMark.com

I remember flipping through Mary Ellen Mark’s book Falkland Road: Prostitutes of Bombay, unable to understand how one could get access to people to be able to photograph such intimate images. I was also amazed by her book Indian Circus. The cover with the elephant stuck in my head for years. Unfortunately at the time I didn’t have the money to buy all these books and later they disappeared from the book shelves as time went by. Still, from time to time I was able to find one of those books that were an early inspiration to me on the flea market. I’m happy that “Indian Circus” is part of my photo book collection today.

Many years after those days and being a photographer myself in the meantime, I got a call from a friend. That got a call from a friend. Telling me that Mary Ellen Mark was in Switzerland right now, teaching a class and holding a private lecture this evening in Vevey at the l’école de photographie. Sure enough I took the next train to Vevey which is always worth a visit anyway. Only about 20 people where following here lecture when she shared Prom, here latest project at the time, and some of her other work.

Later after the lecture everyone went to have lunch at a nice little restaurant in Vevey and my friend and I were lucky enough to sit just next to Mary Ellen Mark at the table. She was such a nice elderly lady, charming and interested in everything and everyone. And I will never forget when she was finishing the food from my friend’s plate. As you would do from your friend’s, right?

R.I.P Mary Ellen Mark

Percussions Recording Session Made Easy

It’s always said that Berne is a city of music and bands. This usually relates to the amount of Swiss bands that sing in the Swiss German language and more specific in the Bernese German dialect, as the bands Züri West and Patent Ochsner to mention the most famous ones. But as much as a lot of famous Swiss bands come from this town, there is also plenty of other music created in cellars and warehouses. Like Alternative music.

Alternative Music Photographer Recording Session Black And White

This weekend I was not following a bride & groom with my camera, but a percussions recording session in a warehouse music studio instead.

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Happy Birthday!

Your birthday is always a great day. Especially if it’s the first one. Did I mention this little kid is excited having his picture taken?

Baby Foto Lachen Schreien Geburtstag Farbe

And who said you have to eat the birthday cake anyway? It’s as fun just to play with it! :-) Hit the link if you want to see more images.

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It’s all about LOVE

Sometimes not only the weather on a wedding day is extraordinary. Also the people are.

groom photo sleeve tattoo black and white bräutigam tätowierung

Whatever you expect from a winter wedding in Switzerland, you might be wrong. Winter in Switzerland doesn’t always mean 1-2 meters of snow and temperatures below zero. As tourists usually think. And not all of Switzerland is covered with mountains by the way. This is another misunderstanding.

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A Life in New York: Sophia & Rolf

It was a beautiful sunny and warm spring day in New York City. Perfect to wander around and photograph a relaxed engagement session with Sophia & Rolf. As it was not my first trip to New York I know the city quite a bit and have some ideas where I would like to shoot. But when it comes to photograph a couple session I always first ask the couple what they like to do together and where they spend their time. Any hobbies, any favorite places to go? This gives me an idea of who they are and how I can photograph them so the pictures will really have a special meaning to them.

new york central park kissing couple photo

After checking out Battery Park, which was Sophia & Rolf’s first choice, I did some location scouting the day before. Quickly I noticed that this might not be the best place to go as there was heavy construction working going on at the time. Letting them know my thoughts they immediately decided to start the photo session at Times Square and later move on to the Central Park to catch the last rays of sunlight.

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Beginners Guide: Webhosting For Your Photography Website

If you’re just starting out in the wedding photography business, you might have a thousand questions. Website, blog, social media, picture galleries, wedding albums, proofing, domains, FTP, IMAP etc. etc. What the heck does it all mean and how does it work?? How can I put all this together?? I had the same questions when I started out. The best solution is like always: Ask someone. Ask a wedding photographer friend. You don’t have one? Well then, the first step is to go out and make some friends. Get in touch, connect and build a network. You will need it later.

Hochzeitsfotograf Luzern Foto

My first friend in the wedding photography business was Richard Overtoom. Richard was kind enough to explain me where I could get a decent website, how a proofing service works and what album companies I should check out. I’m still thankful for his invaluable help. And we are still dear friends.

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Fotograf Bern | Photographer Berne Switzerland

On a gray day in Berne, Switzerland. As it stopped raining in the afternoon a lot of people enjoyed this feast day in the city. Kids were playing on the Bundesplatz, adults discussing hot political topics. Don’t worry, these guys were good friends and had an excited discussion for quite some time.

Happy Sunday! And keep in mind, a picture doesn’t always say more than a thousand words.

By Daniel Zihlmann

Fotograf Hochzeit Bern | Wedding Photographer Switzerland

It was spring in Switzerland when I photographed Tanja & Daniel’s engagement session in Berne this week. A perfect day. A warm evening. And a relaxed and funny couple.

Love is in the air.

By Daniel Zihlmann